B94: Hier ist das Bier, das salentinisch spricht

Ich muss gestehen, dass es mir selbst etwas unheimlich ist: wie für alle gilt für mich die Gleichung Salent = Wein, und in den letzten Jahren immer mehr Salent = richtig guter Wein. Klar, man trinkt hier schon auch ab und zu Bier, vor allem zur Pizza oder auf der Terrasse mit Freunden, jeder halbwegs gut sortierte Supermarkt bietet mittlerweile auch Dutzende von in- und ausländischen Biersorten an, und irgendwo hinter Tarent gibt es sogar schon lange eine apulische Brauerei, aber da müssen die Salentiner schon immer selber lachen, wenn sie deren Produkte als Bier bezeichnen. Den Salent gleichzusetzen mit moderner, innovativer und qualitativ gehobener Braukunst, wäre mir bis vor kurzem sicher nicht in den Sinn gekommen. Aber man soll nicht voreingenommen sein, und seit in Brindisi vor ein paar Jahren ein Lokal mit angegliederter Brauerei aufgemacht hat, klingt die Kombination „Salent“ und „Bier“ schon gar nicht mehr so seltsam, sondern allmählich richtig interessant. Lesen Sie also exklusiv den Beitrag von QuiSalento:

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Mercato settimanale mon amour

Schnäppchenjägers Glück – Powershopping auf dem Wochenmarkt

Strumpfsortiment auf dem Markt in Brindisi
Strumpfsortiment auf dem Markt in Brindisi

Es gibt sie auf der ganzen Welt, aber in Italien, und besonders im Süden, sind sie noch richtig lebendig: die Wochenmärkte. Einmal in der Woche verwandelt sich ein Stadtviertel oder ein Park in ein Open-Air-Shopping-Event. Von sieben, halb acht Uhr früh bis zwölf oder ein Uhr mittags sieht man Frauen und Mädchen jeden Alters gemächlich bummeln und sich unterhalten oder mit zielgerichtetem Tunnelblick durch die Stände flitzen. Von der Armaniträgerin über den coolen Teenager zur beschürzten Bäuerin, auf dem Mercato trifft man sie alle.

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Die Kultur der Messapier

Nachdem wir im ersten Teil einen groben Überblick über die Herkunft der Messapier erhalten haben, ist es Zeit, sich ihre Kultur etwas näher anzusehen. Wie und wo genau lebten sie, was ist über ihre Sprache, Gewohnheiten und kulturellen Besonderheiten überliefert? Danny Vitale und Antonio Mingolla vom Gruppo Archeologico Brindisino (www.archeobrindisi.it) begleiten uns auch diesmal wieder in die Welt der Messapier (mit freundlicher Genehmigung von Brindisiweb.it).

Die Messapier, zweiter Teil

Die messapische Kultur und die Siedlungen

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Südapulien – “Das Land der Messapier“

Eigentlich wollte ich einfach nur kurz in einem Artikel die Messapier vorstellen, die Bewohner Südapuliens vor der Ankunft der Römer. Aber wie immer bei geschichtlichen Sachverhalten und vor allem in der Völkerkunde ist ein „nur kurz“ bestenfalls eine mehrhundertseitige Abhandlung, die, keinesfalls erschöpfend, einen Überblick über eine extrem komplexe Thematik und deren Behandlung durch die verschiedenen Historiker, Völkerkundler, Archäologen etc. im Lauf der Jahrhunderte bietet, ganz zu schweigen von der Analyse von Quelltexten, Ausgrabungen und Fundstücken.
Das kann für den einen oder anderen durchaus ein faszinierendes Thema sein, sprengt allerdings etwas den Rahmen eines nichtwissenschaftlichen Blogs ;-).
Deshalb gebe ich gerne die schöne Zusammenfassung des Gruppo Archeo Brindisi (www.archeobrindisi.it) von Danny Vitale und Antonio Mingolla weiter, die im italienischen Original auf Brindisiweb.it zu lesen ist.

Die Messapier, erster Teil

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Slow Food – die Schnecke macht das Rennen

Kleine Schnecke © Olisplanet (flickr.com)
Kleine Schnecke © Olisplanet (flickr.com)

Eines der wichtigsten Themen für jemand, der sich für Italien interessiert, ist und bleibt wohl die Gastronomie, oder noch besser die Öno-Gastronomie, wie die Kombination von Essen und Weintrinken so schön genannt wird. In Apulien wird der Liebhaber köstlichen Essens und guter Weine auch ohne besondere Insider-Tipps problemlos auf seine Kosten kommen. Mit solchen Tipps allerdings können kulinarische Höhenflüge inszeniert werden, die den Vergleich mit dem restlichen Italien oder anderen Feinschmeckeroasen nicht scheuen müssen.

Das, was allgemein in Italien, und im Süden vielleicht noch besonders, ohnehin zur Esskultur gehört, das Genießen, das Sich-Zeit-Lassen, die Bevorzugung lokaler Erzeugnisse gegenüber ausländischen Produkten, kurz das Gegenteil von Fast-Food, hat einen Namen und eine Organisationsform gefunden, die sich den Erhalt dieser Traditionen und damit verbundenen Erzeugnisse zum Ziel gesetzt hat und sich logischerweise Slow-Food nennt. Hier ist ihre Geschichte:

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