Absolut sehenswert im Salent

Bei Citycool – Puglia bin ich auf eine Liste mit den absoluten Highlights gestoßen, die laut den Autoren sehenswert im Salent sind, die kein Besucher verpassen sollte und die ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten will.

Salent wird hier mal wieder fälschlicherweise mit der Provinz Lecce gleichgesetzt, natürlich gibt es auch viele sehenswerte Orte in den Provinzen Tarent und Brindisi. Aber die Lecceser haben nun mal im Tourismusmarketing ihre Nase vorn und sehenswert sind die fünfzehn Tipps allemal! Ich habe die Liste übernommen und zum Teil kommentiert oder hier und da ergänzt.

Lecce, die Hauptstadt des Barock, ist die „Blüte phantastischen Einfallsreichtums und monumentalem Prunk, die in einem strahlenden Schauspiel verschmelzen“. So poetisch beschreiben die Autoren die Stadt. Ich als Import-Brindisinerin sehe das etwas nüchterner, aber es stimmt schon, Lecce ist auf jeden Fall einen Ausflug wert, denn der Lecceser Barock ist einzigartig und kunstvoll gearbeitet.

August07 030
Lecce – Foto: Reise nach Apulien

Gallipoli, auch „Perle des Ionischen Meeres“ genannt, verfügt nicht nur über eine herrliche Küste mit goldenen Sandstränden, sondern kann auch barocke Kirchen, Palazzi der Renaissance und üppig verzierte Balkone in einer malerischen Altstadt vorweisen. Ausserdem ist er ziemlich angesagt und renommiert für seine frischen Fischgerichte.

Gallipoli - Claudio Nichele auf flickr.com
Gallipoli – Claudio Nichele auf flickr.com

Otranto ist der östlichste Punkt Italiens und sieht als erste den Sonnenaufgang im Neuen Jahr. An der Küste wechseln sich Sandstrände und Felsen ab. Otranto hat eine hübsche Altstadt, die von der eindrucksvollen Festung, dem Castello Aragonese aus dem 15. Jahrhundert dominiert wird. Besonders sehenswert ist auch die romanische Kathedrale mit dem herrlichen Bodenmosaik, das das Zwillingsmosaik der Kathedrale von Brindisi ist, von dem allerdings nur noch Reste zu sehen sind, während das Mosaik in Otranto praktisch vollständig erhalten ist.

Otranto - fabiofotografie auf flickr.com
Otranto – fabiofotografie auf flickr.com

Das Kap von Santa Maria di Leuca, ist der südlichste Punkt Apuliens, von seinem Leuchtturm hat man einen herrlichen Blick den Punkt, an dem sich Adria und Ionisches Meer treffen. Um Santa Maria di Leuca herum gibt es unzählige hübsche Strände und Buchten, und in der Gegend gibt es viele nette Ferienhäuser und Agriturismen.

Santa Maria di Finibus Terrae - diegofornero (destino2003) auf flickr.com
Santa Maria di Finibus Terrae – diegofornero (destino2003) auf flickr.com

Porto Cesareo ist DER Badeort des Salents und Anziehungspunkt für Liebhaber endloser weißer Sandstrände und kristallklarem Meer. Hier versammeln sich Familien und Singles, Trendsetter und VIPs, und genießen das Leben. Die „isola grande“ oder auch „Insel der Kaninchen“ ist ein Naturschutzgebiet, in dem zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten überleben.

Porto Cesareo - Andrea Riezzo auf flickr.com
Porto Cesareo – Andrea Riezzo auf flickr.com

Porto Selvaggio ist einer der „faszinierendsten und unberührtesten“ Orte Apuliens und liegt im gleichnamigen regionalen Naturpark, der sich über 420 ha erstreckt und zu beinah der Hälfte mit Wald bedeckt ist.

Castro liegt an der Adria und an seiner Küste finden sich einzigartige Meeresgrotten, die im Laufe der Jahrtausende im Karst entstanden sind und in denen man bis heute Zeugnisse aus der Altsteinzeit finden kann. Die berühmtesten Grotten sind „Romanelli“, „Zinzulusa“ und „Abisso“.

Santa Cesarea Terme liegt am Fuß eines grünen Hügels und ist ein wichtiges Thermal- und Touristenzentrum. Aus seinen vier Grotten, die alle nahe beieinander liegen, entspringen 34 Grad warme Thermalquellen mit schwefelhaltigem Wasser, ideal zur Behandlung von Hautkrankheiten und Gelenkbeschwerden. Immer wieder interessantes aus und über diesen Ort können Sie im Blog von Claudia Schulte verfolgen.

Torre dell’Orso ist sehenswert (und inzwischen auch ziemlich touristisch) aufgrund seines herrlichen silbrigen Strandes.

Ein phantastisches Panorama auf Meer und Steilküste hat man in Ciolo. Es liegt in der Gemeinde Gagliano del Capo in der Nähe von Santa Maria di Leuca und liegt and der Mündung eines tiefen Canyons, den das Meerwasser in die Felsen gegraben hat. Wagemutige springen von der Brücke, die über den Canyon führt ins Meer, ein bisschen Acapulco-Feeling. Mir selber wird ja schon beim Anschauen der Videos ganz anders, die allenthalben auf YouTube unter dem Suchbegriff „il ciolo“ zu finden sind.

Il Mare del Ciolo - Blue_Valentine auf flickr.com
Il Mare del Ciolo – Blue_Valentine auf flickr.com

Marina di Andrano wird oft als „verzaubert“ oder „magisch“ bezeichnet: an der Küste öffnet sich, ziemlich versteckt, eine Bucht, die zu einer wunderschöne Grotte führt, die Grüne Grotte. Man kann sie nur zu Fuß und bei Ebbe betreten. Auf der Seite von Fabio Ingrosso „The Puglia“ gibt es einen Artikel (auf italienisch) und ein schönes Foto dazu.

Roca liegt auf der adriatischen Seite des Salents und hat einen besonders buchtenreichen Küstenabschnitt mit kleinen vorgelagerten Inselchen mit vielen Seeigelkolonien und fasznierenden Grotten, darunter die Grotte der Liebenden und die Grotte der Poesie.

La Poesia - Roca (Melendugno - Lecce) - petrescuema auf flickr.com
La Poesia – Roca (Melendugno – Lecce) – petrescuema auf flickr.com

Die Küste von Porto Badisco hat schon die alten Römer inspiriert, unter anderen Virgilio, der hier Eneas auf der Flucht aus dem brennenden Troja festen Boden betreten ließ. Die ganze Bucht, die sich im grün-blauen, kristallklaren Wasser spiegelt, ist mit Ginsterbüschen bewachsen und hat in ihrer Mitte einen kleinen Strand mit einer kleinen Süßwasserquelle, die nach wenigen Metern ins Meer mündet.

Porto Badisco - sarabrag auf flickr.com
Porto Badisco – sarabrag auf flickr.com

Die Maldiven des Salent: so wird der Küstenstreifen von Marina di Pescoluse gennant. Feinster weißer Sand, flaches Meer, besonders klares und sauberes Wasser, Sanddünen, Akazienbäume und Tamerisken … Eine kleine Ecke Paradies? Es gibt jedenfalls eine Homepage dazu.

Pescoluse - eg65 auf flickr.com
Pescoluse – eg65 auf flickr.com

Die Altstadt von Specchia liegt in ca 50 km Entfernung von Lecce und wurde in die Liste der „Schönsten Orte Italiens“ aufgenommen. Ein Gewirr kleiner gewundener Straßen, oft durch Treppen miteinander verbunden, angeblich sehr malerisch. Die Fotos, die ich im Netz dazu gefunden habe, haben mich aber ehrlich gesagt nicht vom Hocker gerissen. Wenn ich was gutes dazu finde, werde ich das an dieser Stelle nachtragen.

Specchia (LE) - Claudio Nichele auf flickr.com
Specchia (LE) – Claudio Nichele auf flickr.com

 

2 Gedanken zu “Absolut sehenswert im Salent

  1. Hallo, ich bin gerade auf Ihre sehr interessante Seite gestoßen. Sie ist für uns sehr informativ. Wir haben vom 2.5.-14.5.15 eine Reise nach Gallipoli gebucht und versuchen jetzt Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen ,Pläne des öffentlichen Verkehrs usw. zusammen zustellen. Könnten Sie uns dabei helfen?
    Herzlichen Dank, Doris

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